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Themenarchiv für: Biologie

Anatomie eines Schwefelfressers

Foto zeigt intensiv schwefelgelbe Steine, zwischen den heller Dampf aufsteigt, inmitten hellgrauer Steine

Auf verblüffende Weise hat sich ein hitzeliebender Einzeller ein üppiges Nährstoffangebot erschlossen. Das haben niederländische und deutsche Forscher entdeckt. Die in vulkanischem Schlamm lebende Mikrobe besitzt ein Enzym, mit dem andere Organismen Kohlendioxid verarbeiten. In diesem Fall wandelt es jedoch Kohlenstoffdisulfid aus Vulkandämpfen in Schwefelwasserstoff um.

Erdmännchen erkennen einander an der Stimme

Foto zeigt drei Erdmännchen, wachsam auf die Hinterbeine gestellt, im Gegenlicht der Dämmerung

Nicht nur beim Mensch ist die Stimme ein gutes Unterscheidungsmerkmal, haben Zürcher Forscher bei Versuchen in Südafrika nachweisen können. Erdmännchen können demnach ebenfalls einen Artgenossen anhand seiner Rufe erkennen – und sind einigermaßen verblüfft, wenn dieser von einem Punkt zum anderen zu springen scheint.

Thun frisst Thun

Makroaufnahme zeigt Fischlarve mit großem, silbrig schimmernden Auge, im transparenten Leib deutlich sichtbar eine kleinere Larve

Kannibalismus ist für junge Thunfische im negativen wie im positiven Sinn eine Frage des Überlebens, haben spanische und norwegische Forscher entdeckt. Bei verschiedenen Thunfischarten können sich die Larven demnach nur deshalb gut entwickeln, weil sie ihren Speiseplan durch kleinere Artgenossen ergänzen. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Ritterliche Grillen

Foto zeigt stämmige, schwarz-braune Grille mit Stummelflügeln, in eine Erdröhre verschwindend, davor ein zweigeteilter Artgenosse

Ritterlichkeit ist nach wie vor modern – zumindest auf sommerlichen Wiesen und Feldern. Englische Forscher haben beobachtet, dass männliche Grillen sich regelrecht aufopfern, um ihre aktuelle Geschlechtspartnerin vor Fressfeinden zu schützen. Der Lohn ist eine größere Zahl von Nachkommen.

Ein Virus-Universum im Abwasser

EM-Aufnahme zeigt Bakteriophagen mit ovalem Kopf und langem Schwanz

Ein großer Teil der biologischen Vielfalt ist noch völlig unbekannt. Ganz besonders gilt das für Viren, belegt eine Studie amerikanischer und spanischer Forscher. Im Abwasser dreier Großstädte fanden die Wissenschaftler Erbgut-Schnipsel, von denen sich nur ein Bruchteil bekannten Viren oder zumindest Virusfamilien zuordnen ließ.

Der gute Ruf der Koalas

Portraitfoto eines Koalas mit grauem Fell, weißem Hals, puscheligen Ohren, dunkler Nase, Knopfaugen

Koalabären neigen zur Übertreibung, sind unter dem Strich aber ehrliche Zeitgenossen. Das hat eine österreichisch-australische Forschergruppe ermittelt. Wenn männliche Koalas vor allem in der Paarungszeit dumpfe Laute ausstoßen, können Rivalen und potenzielle Sexualpartnerinnen anhand des Klangs recht gut auf die Statur des Rufers schließen. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Winzlinge mit chemischer Keule

Makroaufnahme von kleinen braunen, kugelrunden Gliederfüßern, dicht an dicht gedrängt auf braun-grünem Untergrund

Hornmilben sind nicht nur gut gepanzert, sie schlagen potenzielle Fressfeinde auch mit einer chemischen Keule in die Flucht. Das haben Forscher in Tübingen und Graz erstmals demonstrieren können. Sobald potenzielle Fressfeinde mit einem öligen Sekret auf dem Rücken der Milben in Kontakt kommen, lassen sie schlagartig von ihrer Beute ab. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Beherrschte Vögel

Foto zeigt Seitenansicht eines großen schwarzen Vogels mit geöffnetem Schnabel

Manche Vögel sind zu erstaunlicher Selbstbeherrschung fähig, haben französische und österreichische Forscherinnen ermittelt. Bei ihren Experimenten konnten Raben und Krähen es sich minutenlang verkneifen, einen Leckerbissen zu verspeisen, um diesen später gegen einen besseren einzutauschen. Dabei half ihnen ein Trick, den auch Menschen und andere Primaten anwenden: Sie lenkten sich ab.

Grummelkonzert am Meeresgrund

Sehr buntes Wasserfarbenbild zweier entfernt garnelenartiger Krebse, einer den Kopf aus seinem Bau streckend

Quakende Frösche, zwitschernde Vögel und zirpende Grillen können regelrechte Konzerte anstimmen. Ein ähnliches Phänomen gibt es auch am Meeresgrund, hat eine amerikanische Biologin entdeckt. Große Fangschreckenkrebse produzieren demnach tiefe, an ein Grummeln erinnernde Laute und fallen sich dabei nicht selten gegenseitig ins Wort. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Vögel mit Grips nutzen den Wandel

Foto eines Eichelhähers, großer Vogel mit rostbraunem Gefieder, blau gestreiften Flügelbinden, im Gras

Vögel mit Grips haben besonders stark vom Fall des Eisernen Vorhangs profitiert. Das haben deutsche und tschechische Wissenschaftler bei einem Vergleich von 57 Vogelarten ermittelt. Indem sich die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Osten Deutschlands und in Tschechien änderten, haben demnach vor allem Vogelspezies mit relativ großem Gehirn wie Elster und Eichelhäher ihre Bestände ausbauen können. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

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